Ratgeber Wärmepumpen

Grenzwerte und Tipps: Wie die Lautstärke von Wärmepumpen reduziert werden kann.

Erhalten Sie Einblicke in die Bedeutung der Lautstärke von Wärmepumpen und die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte. Unser Blogbeitrag erklärt, wie eine laute Wärmepumpe das Wohlbefinden beeinflusst und Bauteile schädigen kann. In Deutschland variieren die Grenzwerte je nach Gebiet und Uhrzeit. Erfahren Sie, wie Sie die Lautstärke reduzieren können, von der richtigen Modellauswahl bis zur Installation an geeigneten Orten. Schallschutzmaßnahmen und regelmäßige Wartung spielen eine Rolle. Zusätzlich bieten wir Tipps zur Lärmreduktion, wie Schallschutzhauben und Pflanzen. Entdecken Sie, wann Sie einen Experten hinzuziehen sollten, und warum die Einhaltung der Grenzwerte wichtig ist. Schaffen Sie ein komfortables, leises Zuhause mit effizienter Wärmepumpennutzung.

Warum ist die Lautstärke einer Wärmepumpe wichtig?

Die Lautstärke einer Wärmepumpe ist wichtig, da sie sich auf das Wohlbefinden der Bewohner auswirken kann. In dicht besiedelten Wohngebieten kann eine zu laute Wärmepumpe zu Lärmbelästigung für die Nachbarn führen. Auch in Einfamilienhäusern kann eine zu laute Wärmepumpe störend sein, insbesondere im Schlafzimmer und Ruhebereichen.

Darüber hinaus können zu hohe Geräuschpegel auch die Lebensdauer einer Wärmepumpe beeinträchtigen. Denn durch die Vibrationen der Schallwellen können Bauteile beschädigt werden.

In Deutschland gibt es gesetzliche Grenzwerte für die Lautstärke von Wärmepumpen. Diese Grenzwerte variieren je nach Art des Gebiets, in dem die Wärmepumpe installiert wird. In reinen Wohngebieten dürfen Wärmepumpen im Tagbetrieb maximal 50 Dezibel und im Nachtbetrieb maximal 35 Dezibel emittieren. In allgemeinen Wohngebieten und Kleinsiedlungsgebieten sind die Grenzwerte 55 Dezibel im Tagbetrieb und 40 Dezibel im Nachtbetrieb. In Misch- und Kerngebieten dürfen Wärmepumpen im Tagbetrieb 60 Dezibel und im Nachtbetrieb 45 Dezibel emittieren.

Bei der Auswahl einer Wärmepumpe sollte daher auch die Lautstärke berücksichtigt werden. Die NovaAir Wärmepumpe von Regli kann mit einem extrem niedrigen Geräuschpegel von nur 48 dB(A) betrieben werden und liegt damit weit unter der Grenzwerten.

Schallwert (dB) Vergleich von gewohnten Lautstärken mit leiser Wärmepumpe NovaAir von Regli

Welche Grenzwerte sind bei der Lautstärke für Wärmepumpen einzuhalten?

In Deutschland gibt es gesetzliche Grenzwerte für die Lautstärke von Wärmepumpen. Diese Grenzwerte variieren zum einen je nach Art des Gebiets, in dem die Wärmepumpe installiert wird und zum anderen der Uhrzeit des Betriebes.

Tagbetrieb

  • Kurgebiet: 45 Dezibel
  • Wohngebiet: 50 Dezibel
  • Allgemeines Wohngebiet/Kleinsiedlungsgebiet: 55 Dezibel
  • Mischgebiet/Kerngebiet: 60 Dezibel

Nachtbetrieb

  • Kurgebiet: 35 Dezibel
  • Wohngebiet: 35 Dezibel
  • Allgemeines Wohngebiet/Kleinsiedlungsgebiet: 40 Dezibel
  • Mischgebiet/Kerngebiet: 45 Dezibel
In unterschiedlichen Gebieten sind Grenzwerte für Wärmepumpen einzuhalten.

Beispiel

Eine Wärmepumpe, die in einem reinen Wohngebiet installiert wird, darf im Tagbetrieb maximal 50 Dezibel emittieren. Dies entspricht in etwa der Lautstärke eines Kühlschranks. Im Nachtbetrieb darf die gleiche Wärmepumpe maximal 35 Dezibel emittieren. Dies entspricht in etwa der Lautstärke eines leisen Regens.

Was gilt es gegenüber Nachbarn zu beachten?

Wärmepumpen müssen aus baurechtlichen Gründen einen Mindestabstand von 3 Metern zum Nachbargrundstück einhalten. Dies dient der Lärmminderung. Eine Luft-Wärmepumpe mit einer Ausgangslautstärke von 65 dB verursacht in drei Metern Abstand eine Lautstärke von unter 45 dB. In schutzbedürftigen Räumen wie Schlafzimmern kann der Geräuschpegel jedoch höher sein. Wenn der Nachbar dort nachts 45 dB misst, ist der Geräuschpegel nach der Technischen Anleitung (TA) zum Schutz gegen Lärm zu hoch. In diesem Fall sind schalldämmende Maßnahmen erforderlich.

Was passiert, wenn die Dezibel Grenzwerte einer Wärmepumpe überschritten werden?

Wenn die Lautstärke Ihrer Wärmepumpe die Grenzwerte überschreitet, können Sie Beschwerden von Nachbarn erhalten oder sogar mit Bußgeldern konfrontiert werden. Die genauen Konsequenzen hängen von Ihrer lokalen Gesetzgebung ab. Es ist daher wichtig, die Lautstärke Ihrer Wärmepumpe zu kontrollieren und Maßnahmen zur Lärmminderung zu ergreifen. Dazu gehören die richtige Platzierung der Pumpe, die Verwendung von Schallschutzmaterialien und regelmäßige Wartung. Bei anhaltendem Lärmproblem sollten Sie einen Fachmann konsultieren.

Welche Faktoren beeinflusst den Geräuschpegel einer Wärmepumpe?

Beim Betrieb von Wärmepumpen kann die Lautstärke von mehreren Faktoren beeinflusst werden.

  1. Modell der Wärmepumpe: Unterschiedliche Modelle haben unterschiedliche Geräuschpegel. Luft-Wärmepumpen sind in der Regel lauter als Erdwärmepumpen oder Sole-Wasser-Wärmepumpen. Dies liegt daran, dass Luft-Wärmepumpen einen Lüfter benötigen, um die Umgebungsluft anzusaugen und zu erwärmen. Erdwärmepumpen und Sole-Wasser-Wärmepumpen hingegen nutzen die Wärme aus dem Erdreich oder dem Grundwasser, wodurch sie leiser sind.
  2. Installation: Eine unsachgemäße Installation kann zu mehr Lärm führen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn die Außeneinheit zu nah an einer Wand oder einem anderen Hindernis installiert wird. Dadurch können die Schallwellen reflektiert werden und sich so verstärken.
  3. Wartung: Eine gut gewartete Wärmepumpe ist in der Regel leiser. Dies liegt daran, dass eine verschmutzte oder defekte Wärmepumpe weniger effizient arbeitet und daher lauter sein kann.
  4. Umgebung: Die Akustik des Raumes, in dem die Wärmepumpe installiert ist, kann den Geräuschpegel beeinflussen. In einem kleinen, geschlossenen Raum können Schallwellen leichter reflektiert werden und sich so verstärken.
  5. Temperatur: Bei niedrigeren Temperaturen können Wärmepumpen lauter sein. Dies liegt daran, dass die Wärmepumpe bei niedrigeren Temperaturen mehr Leistung benötigt, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Dies kann zu einer höheren Drehzahl des Lüfters führen, was den Geräuschpegel erhöht.
Die NovAir ist eine der leisesten Wärmepumpen auf dem Markt und trägt damit zu Ihrem Wohlbefinden bei.

Tipps zur Lärmreduktion: Wie kann die Lautstärke der Wärmepumpe verringert werden?

Die Lautstärke Ihrer Wärmepumpe kann durch verschiedene Methoden reduziert werden. Aber denken Sie daran: Auch wenn die Wärmepumpe leiser ist, sollte sie immer noch effizient sein. Schließlich ist es wichtig, dass Sie die Grenzwerte für die Lautstärke von Wärmepumpen kennen, um sicherzustellen, dass Sie nicht gegen Vorschriften verstoßen.

Die Lautstärke einer Wärmepumpe kann durch verschiedene Maßnahmen verringert werden.

  • Wählen Sie eine Wärmepumpe mit einem niedrigen Geräuschpegel. Die meisten Hersteller geben den Geräuschpegel ihrer Wärmepumpen in der Produktbeschreibung an.
  • Installieren Sie die Wärmepumpe an einem geeigneten Ort. Die Außeneinheit einer Wärmepumpe sollte an einem Ort installiert werden, an dem sie nicht zu viel Lärm verursacht. Dies kann ein Bereich im Garten oder auf dem Balkon sein, der nicht in der Nähe von Schlafzimmern oder anderen Ruhezonen liegt.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Dämmung der Außeneinheit. Eine ausreichende Dämmung der Außeneinheit kann den Geräuschpegel reduzieren. Die meisten Hersteller bieten zusätzliche Dämmmaßnahmen für ihre Außeneinheiten an.
  • Reinigen Sie die Außeneinheit regelmäßig. Eine saubere Außeneinheit arbeitet effizienter und ist leiser. Reinigen Sie die Außeneinheit regelmäßig mit einem weichen Tuch und Wasser.

Indirekte Maßnahmen zur Lärmreduktion

Neben den oben genannten Maßnahmen können auch folgende Maßnahmen zur Lärmreduktion beitragen:

  • Installieren Sie eine Schallschutzhaube. Eine Schallschutzhaube kann den Geräuschpegel einer Wärmepumpe um bis zu 10 dB(A) reduzieren.
  • Pflanzen oder Lärmschutzwände können helfen, den Schall zu absorbieren.
  • Wenn die Wärmepumpe in einem geschlossenen Raum installiert ist, kann eine zusätzliche Dämmung des Raumes helfen, den Schall zu reduzieren.
Maßnahmen zur Lärmreduktion steigern die Lebensqualität in Ihrem Zuhause.

Wann sollte ein Experte bei einer zu lauten Wärmepumpe hinzugezogen werden?

Wenn Ihre Wärmepumpe häufig störende Geräusche macht, könnte es an der Zeit sein, einen Experten hinzuzuziehen.  Der Fachmann kann die genaue Ursache der Lautstärke eruieren und Lösungen anbieten. Sollte die Lautstärke über den zulässigen Grenzwerten liegen, besteht Handlungsbedarf. Ein Experte kann zum Beispiel eine Schalldämmung vorschlagen oder die Lage der Wärmepumpe optimieren.

Ein Experte sollte hinzugezogen werden, wenn:

  1. Die Lautstärke der Wärmepumpe die gesetzlichen Grenzwerte überschreitet.
  2. Die Lautstärke der Wärmepumpe die Lebensqualität der Bewohner beeinträchtigt.
  3. Die Ursachen der Lärmbelästigung nicht eindeutig sind.

Überschreitung der gesetzlichen Grenzwerte

In Deutschland gibt es gesetzliche Grenzwerte für die Lautstärke von Wärmepumpen. Diese Grenzwerte variieren je nach Art des Gebiets, in dem die Wärmepumpe installiert wird. Wenn die Lautstärke der Wärmepumpe die gesetzlichen Grenzwerte überschreitet, kann dies zu rechtlichen Konsequenzen führen. In diesem Fall kann die zuständige Behörde ein Bußgeld verhängen.

Beeinträchtigung der Lebensqualität

Auch wenn die Lautstärke der Wärmepumpe die gesetzlichen Grenzwerte nicht überschreitet, kann sie dennoch die Lebensqualität der Bewohner beeinträchtigen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn die Wärmepumpe in der Nähe von Schlafzimmern oder anderen Ruhezonen installiert ist. Wenn die Lautstärke der Wärmepumpe zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität führt, sollte ein Experte hinzugezogen werden, um nach einer Lösung zu suchen.

Unklare Ursachen

Wenn die Ursachen der Lärmbelästigung nicht eindeutig sind, kann ein Experte helfen, die Ursache zu ermitteln und eine Lösung zu finden. Ein Experte kann zum Beispiel die Wärmepumpe überprüfen und feststellen, ob sie ordnungsgemäß installiert und gewartet ist. Er kann auch Vorschläge für Maßnahmen zur Lärmreduktion machen. Denken Sie daran, dass eine gut funktionierende und leise Wärmepumpe nicht nur Ihr Leben angenehmer macht, sondern auch die Energieeffizienz erhöht. Machen Sie also den ersten Schritt und holen Sie sich Rat von einem Fachmann. Es lohnt sich!

Fazit: Wärmepumpen-Lautstärke im Blick behalten und für mehr Wohnkomfort sorgen.

Die Lautstärke einer Wärmepumpe ist ein wichtiger Faktor, den es bei der Auswahl und Installation einer Wärmepumpe zu berücksichtigen gilt. Durch die Wahl einer Wärmepumpe mit einem niedrigen Geräuschpegel, die Installation an einem geeigneten Ort und die regelmäßige Wartung kann der Geräuschpegel einer Wärmepumpe reduziert werden.

Es ist wichtig, die Lautstärke Ihrer Wärmepumpe im Auge zu behalten. Nicht nur für Ihren eigenen Wohnkomfort, sondern auch um die Grenzwerte einzuhalten. Diese variieren je nach Tageszeit und Wohngebiet. Daher sollten Sie sich immer über die aktuellen Grenzwerte informieren.

Aber keine Sorge, es gibt auch Möglichkeiten, die Lautstärke zu reduzieren. So können Sie beispielsweise Schalldämmmaterialien verwenden oder die Pumpe an einem weniger lärmempfindlichen Ort installieren.

Egal, für welche Methode Sie sich entscheiden, das Wichtigste ist, dass Sie sich in Ihrem Zuhause wohl fühlen. Also halten Sie die Ohren offen und genießen Sie die Ruhe!

Über den Autor

Thomas Regli ist der Gründer und Namensgeber von Regli sowie Pionier und Experte der Thermodynamik mit jahrzehntelanger Expertise in den Bereichen Kältetechnik, Heizungstechnologie und Hydraulik. Als Erfinder der NovaAir Wärmepumpe hat er bereits 2017 einen entscheidenden Meilenstein in der Entwicklung hocheffizienter Wärmepumpen mit R290 Propan erreicht.

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